Unser Projekt in der Presse

Besuch des BUND beim Energieprojekt

Es war eine Premiere, die sich aufgrund der räumlichen Nähe des BUND-Umweltzentrums und der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in der Mühlau eigentlich schon lange nahelegte. Der BUND besuchte das Energieprojekt des Technischen Gymnasiums der Steinbeisschule, das in den letzten Jahres einiges bewegt hat:
Recyclingpapier, eine solarbetriebene Pedelecstation, Energiebeauftragte in jeder Klasse. Ein Schüler machte eindrucksvoll vor Ort deutlich, welche Wirkungen tageslichtabhängige Lichtsteuerung hat. Wird der Sensor mit der Taschenlampenfunktion des Handys angestrahlt, so sorgt er dafür, dass das Licht merklich gedimmt wird. In diesem Jahr sind Dinge wie eine websitebasierte Mitfahrbörse oder die Konstruktion uns Installation einer Windkraftanlage im Blick. Dr. Laufer vom BUND bedankte sich mit einer Kiste Saft für die Einladung und die eindrucksvolle Präsentation beim Energieprojekt.

Eine Form der Anerkennung, die durch den Magen geht und die Umwelt schont: Dr. Lauffer vom BUND bedankt sich mit einer Kiste Saft für die Einladung beim Energieprojekt.

SZ 26.01.2016 - Text und Bilder : M. Becker

Einweihung der PV-Anlage

Tuttlingen / sz Normalerweise, das weiß Schulleiter Hartwig Hils nur zu genau, „reden die Berufsschüler und die Gymnasiasten nicht so viel miteinander“. Bei einem Projekt der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule, einer Berufsschule des Landkreises, blieb ihnen aber gar nichts anderes übrig: Gemeinsam haben sie eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ihrer Schule installiert, am Montag wurde sie eingeweiht.

Seit Juni läuft die Anlage schon, und nicht nur von Nicolas Stroh, Schüler im Seminarkurs des Energieprojekts, kam bei der Projektvorstellung die Aussage: „Endlich. Wir haben lange drauf gewartet.“ Genauer gesagt, vier Jahre darauf gewartet. 2011 sei die Idee von Schülern an ihn herangetragen worden, sagte Schulleiter Hils. „Die ersten Pläne gingen damals von zwei bis drei Monaten, vielleicht einem Jahr aus.“ Dass es dennoch so viel länger dauerte, hatte mehrere Gründe.
„Zum einen hat uns die Rechtsform Probleme gemacht“, erzählt Lehrerin Andrea Braun-Henle. Die Solaranlage produziert Strom, der wird ins Netz eingespeist und die Schule bekommt dafür Geld - also müsste ein Unternehmen oder Verein dahinterstehen. Zunächst hätten sie auch probiert, so einen zu finden oder gründen, sagt Hils, „weil uns eine andere Schule davon abgeraten hat, mit dem Schulträger zusammenzuarbeiten“. Erst, als die Schule sich entschloss, doch das Landratsamt zu Rate zu ziehen, lief das Projekt aber richtig rund.
Worüber Schuldezernent Diethard Bernhard froh war: „Wir wollen die Ziele des Klimaschutzes gemeinsam erreichen, deshalb freut es mich, dass sich die Schule diesem Thema gewidmet hat“, sagte er bei der Einweihung.
Zweites Problem: die Finanzierung. Um die 42 000 Euro habe die Anlage gekostet, sagt Lehrer Dirk Krause. Das sei nur mit Sponsoren möglich gewesen – eine Aufgabe für die Schüler des Technischen Gymnasiums, während sich die Berufsschüler stärker um die Planung der Anlage kümmerten. Waren auch die gefunden, ergab sich noch ein drittes Problem: Wo soll die Anlage eigentlich hin?
„Wir haben das Dach mehrmals geprüft. Fast alle Gutachten fielen positiv aus, nur das letzte war negativ“, berichtet Hils. Statt auf dem höchsten Flachdach stehen die Module nun verteilt an zwei Standorten weiter unten. „Wir haben je zehn Kilowatt nach Osten, Westen und Süden ausgerichtet“, erklärt Lehrer Krause. Damit könnte die Sonnenleistung am besten abgedeckt werden. Optimal lief es schon am Sonntag: 185 Kilowattstunden hat die Anlage da erreicht.
„Bei diesen Spitzen können wir unseren Energieverbrauch komplett abdecken“, sagt Krause. Ansonsten liefere die Anlage etwa 50 bis 60 Prozent dessen, was die Schule an Strom verbraucht. Ziel des gesamten Projekts ist es übrigens, auch weiter Energie zu sparen. Die Idee könnte an anderen Schulen auch umgesetzt werden, zudem ist derzeit eine Windkraftanlage in Planung.
 

Tuttlingen / sz | Dorothea Hecht, 06.07.2015 (Aktualisiert 17:43 Uhr)

Klimaschützer nehmen die Schule unter die Lupe - Projekt der Steinbeis-Schule Tuttlingen dreht sich ums Energiesparen

Wo und wie lässt sich in einer Schule überall Energie einsparen? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Zwölftklässler der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen seit vielen Monaten. Das 2011 gestartete und jedes Jahr an die neue Jahrgangsstufe 12 übergebene Projekt „Energieeinsparung“ motiviert Schüler, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz im Landkreis. Die ersten Ergebnisse sind nun sicht- und vor allen Dingen auch messbar.
Seit dem vergangenen Jahr tragen ein Energiesparraum und eine Pedelec-Lade-Station zur Klimafreundlichkeit der Schule bei. „Unsere Schülerinnen und Schüler werden durch ein solches Projekt und den damit verbundenen Praxiskontakten auf das Leben nach der Schulzeit vorbereitet“, betont Projektleiter Dirk Krause. In diesem Jahr wollen sie mit Hilfe von Sponsorengeldern auf dem Dach der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule eine Photovoltaik-Anlage installieren. Diese soll nicht nur als Anschauungsmedium für den Unterricht im Bereich Elektrotechnik dienen, sondern natürlich auch Gelder einbringen, die sowohl dem Schuletat zu Gute kommen als auch für weitere Projekte zur Energiereduzierung im Landkreis eingesetzt werden können.
Um die im Jahr 1997 installierte Anlage sanieren und mit einem dringend benötigten neuen Wechselrichter ausstatten zu können, müssen die jungen Klimaschützer Sponsoren an Land ziehen. Per Brief haben sie dafür Unternehmen und Gruppen kontaktiert und ihnen angeboten, mindestens ein Modul für zirka 200 Euro zu finanzieren. Insgesamt soll die Anlage etwa 45.000 Euro kosten – hier gilt es also für die engagierten Klimaschützer, mit Hilfe der Schulleitung noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten.

Moderne Lampen drosseln Energieverbrauch
In insgesamt fünf Projektgruppen gingen die Schüler ans Werk, um ihre Ziele umzusetzen. Die Beleuchtung im Schulgebäude wurde dabei ebenso kritisch auf ihren Energieverbrauch überprüft wie die PCs im Computerraum. „Oft haben wir in den Klassenzimmer ein viel zu starkes Licht gemessen“, berichtet Robin Dreher, der sich als Schüler um das Projekt Beleuchtung kümmert. Während sein Projektteam beschlossen hat, bei der Beleuchtung durch die Anschaffung von moderner LED-Technik und Bewegungsmeldern den Energiebrauch im Schulhaus zu drosseln, hat das Projektteam „Green IT“ nach gründlichen Untersuchungen keine Neuanschaffungen in Erwägung gezogen: „Wir haben herausgefunden, dass die vorhandene PC-Ausstattung zu wenig Arbeitszeiten hat. Die Anschaffung von neuen Rechnern würde somit unter dem Strich deutlich mehr Geld verschlingen als wir durch stromsparende Geräte einsparen könnten“, betont einer der Macher.

Am Infoturm warten täglich Neuigkeiten
Nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber“ haben die Schüler auch ein Projektteam „Kommunikation“ gegründet, das nicht nur sämtliche Projekte dokumentiert und an Infowänden, durch Infobriefe und Präsentationen kommuniziert, sondern auch das Sponsorenmarketing für die Photovoltaik-Anlage übernommen hat. Im zweiten Schritt wurde ein Infoturm aus Lochblech aufgestellt, der nun sämtliche Projektinfos digital bereithält. Auf einem Bildschirm können sich Schüler und Lehrer täglich die aktuellen Infos rund um das Thema Energiesparen einholen. Dazu gehören sämtliche Daten des Schülerprojekts genauso wie Neuigkeiten aus dem Umweltbundesamt. Begleitet wird das Projekt von den Lehrern Andrea Braun-Henle und Dirk Krause. Weitere Infos dazu gibt es im Internet unter www.steinbeisenergie.de.

(Erschienen in KOMMUNAL topinform , Herbst 2013)

Bericht als pdf-Datei:
bericht kommunal top in form 03-2013.pdf
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Steinbeisschule finanziert mit eigener Photovoltaik-Anlage langfristig Energiesparprojekte

Landrat Bär und Schuldezernent Bernhard besuchen die Steinbeisschule
Landrat Bär und Schuldezernent Bernhard besuchen die Steinbeisschule

Im Rahmen des 2011 an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule ins Leben gerufene Projekt „Energieeinsparung“ leisten Schülerinnen und Schüler nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz im Landkreis Tuttlingen, sie erwerben auch Fachkenntnisse im Bereich der Energie, technischen Innovationen und entwickeln eigene Ideen. In diesem Jahr wollen sie mithilfe von Sponsorengeldern auf dem Dach der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule eine Photovoltaik-Anlage installieren. Diese soll nicht nur als Anschauungsmedium für den Unterricht im Bereich Elektrotechnik dienen, sondern hat auch einen praktischen Sinn. Die damit erwirtschafteten Gelder können für weitere Projekte zur Energiereduzierung im Landkreis eingesetzt werden und so langfristig zur Klimafreundlichkeit beitragen.
„Ich freue mich sehr über das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Für sie selbst, die Schule, aber natürlich auch als Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung ist das eine tolle Sache“, sagte Landrat Bär dem Projekt bei seinem Antrittsbesuch in der Schule Anfang Februar 2013 die volle Unterstützung des Landkreises zu und verwies dabei auf die guten Erfahrungen, die bei der Zusammenarbeit mit dem Seminarkurs im letzten Jahr gemacht wurden. Seit 2012 tragen ein Energiesparraum und eine Pedelec-Lade-Station zur Klimafreundlichkeit der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule bei. „Unsere Schülerinnen und Schüler werden durch ein solches Projekt und den damit verbundenen Praxiskontakten auf das Leben nach der Schulzeit vorbereitet“, betonte Schulleiter Hartwig Hils.
In den nächsten Tagen verschicken die Schülerinnen und Schüler einen Brief an mögliche Sponsoren mit der Bitte um Unterstützung. Die angeschrieben Firmen und Gruppen werden gebeten, mindestens ein Modul mit ungefähren Kosten von 200 € zu finanzieren. Insgesamt soll die Anlage etwa 45.000 € kosten. Am Dienstag, 16. April 2013 um 16.00 Uhr laden die Schülerinnen und Schüler des Seminarkurses und der Elektroabteilung dann zu einem Informati-onsabend für mögliche Sponsoren ein.
(Gränzbote, 20.03.2013)

Schule weiht Energie-Klassenzimmer ein - Ferdinand-von-Steinbeis-Schule startet Projekte mit vorbildlichem Umweltcharakter

Besuch des Landrats 2012
Besuch des Landrats 2012
 
Landrat Stefan Bär (Mitte) mit einem Elektro-Dienstfahrrad für die Lehrer der Steinbeis-Schule, das am Mittwoch bei der Eröffnungsveranstaltung zum Projekt Energieeinsparung an der Einrichtung übergeben wurde, links neben Bär Schulleiter Hartwig Hils. (Foto: Michael Hochheuser)

Von Michael Hochheuser

Tuttlingen Es ist ein Testzimmer – für weitere Räume der Schule und auch für Liegenschaften des Landkreises Tuttlingen, „wenn die erwarteten Einsparungen eintreten“, so Schulleiter Hartwig Hils. Das Energie-Klassenzimmer und eine Pedelec-Ladestation sind zwei der Projekte, die die Schule am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentierte.

Schüler und Lehrer haben sie, unterstützt von Fachleuten aus der Praxis, etwa von Firmen und der Energieagentur Tuttlingen, umgesetzt.

Ziel der Gruppe, die für das Energie-Klassenzimmer zuständig war, ist eine energiesparende Raumbeleuchtung gewesen. Dazu simulierte sie am Computer die Raumsituation. Derzeit werden Powermeter eingebaut, mittels derer der Stromverbrauch erfasst wird, erläuterten die Berufsschüler. Genaue Messdaten sollten künftig zeigen, wie viel Energie der Raum braucht. Diese Gruppe hat zudem einen Bewegungsmelder in die Schultoilette eingebaut, um Energie zu sparen.

„Der Hauptunterschied zum sonstigen Lernen ist, dass die Schüler nichts für die Schublade erstellen, sondern mit den Herausforderungen des realen Lebens konfrontiert werden“, sagte Hils. Die Investitionen des Landkreises sollen sich in fünf Jahren amortisieren.

Ein weiteres Projekt ist die Pedelec-Ladestation. Mittels Solarmodulen sollen E-Bikes aufgeladen werden. Ein Elektro-Dienstfahrrad für die Lehrer der Schule wurde am Mittwoch übergeben. „Wir wollen, dass mehr Lehrer und Schüler mit dem Rad zur Schule kommen“, sagte Hils. Am Aufbau der Pedelec-Station waren fünf Auszubildende aus dem dritten Lehrjahr Elektrotechnik und zwei Lehrer beteiligt.

Infoturm löst Stellwände ab

Involviert in die übrigen Projekte waren auch Schüler des Technischen Gymnasiums, die in Seminarkursen arbeiteten. Sie planten zum Beispiel einen zwei Meter hohen und ein Meter breiten Infoturm für den Eingangsbereich der Steinbeis-Schule, der die Stellwände ablösen soll. Verwendet werden energiesparende elektronische Komponenten wie Computer und Monitore. Eine weitere Gruppe baut eine Photovoltaikanlage für das Dach des Altbaus der Schule.

Das Projekt Energieeinsparung soll in einen dauerhaften Prozess übergeleitet werden. Die Projektleiter sind Andrea Braun-Henle und Dirk Krause.

(Gränzbote 13.06.2012 18:45)