Mehr als ein Anfang ...

.. doch noch lange nicht das Ende, so könnte man den Projektstand 2015 beschreiben. Wie sich gezeigt hat, benötigt man für die Umsetzung eines solchen Projekts vor Allem eins: Langen Atem und Geduld.
Erfolge mischen sich - wie überall im Leben - mit Rückschlägen, wobei es dann darauf ankommt, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

Richtig und wichtig war, vom Start weg alle Akteuere am schulischen Geschehen einzubeziehen: Schüler, Lehrer, den Schulträger, externe Fachleute, Firmen als Unterstützer.
Eine wesentliche Voraussetzung für die Identifizierung von Energieverschwendung ist die Messung der Verbräuche. Dies ist seit der Installation der "intelligenten Stromzähler" (Smart-Meter) nun möglich.

Was bisher erreicht wurde, können Sie in der folgenden Zusammenfassung sehen.

PV Anlage

Nach langen Jahren der Vorbereitung, Planung und Spendensammlung war es soweit: Seit Mai fließt der Solarstrom und die Anlage hat bereits 12MWh Energie erzeugt (Stand Oktober 2015). Im ersten Betriebssommer konnten an Spitzentagen Erträge über 200kWh erreicht werden. Die Energiemessungen zeigen dazu, dass wir phasenweise nicht nur den kompletten Energiebedarf der Schule decken, sondern sogar zurück ins Netz speisen können.

Ohne Werbung geht nichts: Plakat und Flyer

Dass die besten Inhalte kaum wahrgenommen werden, wenn sie nicht ansprechend verpackt erscheinen, ist besonders heutezutage Realität. Zum Glück für unser Projekt haben wir mit dem Profilfach Gestaltungs- und Medientechnik angehende Fachleute für Fragen rund um die visuelle Kommunikation im Haus. Während das Plakat im vorletzten Jahr erstellt wurde, ist der Flyer nun der aktuelle Werbeträger für unser Anliegen und Projekt.


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LED-Projekt Flur, 2.OG Altbau

Ein weiterer und ärgerlicher "Dauerbrenner" im Schulgebäude sind die Leuchten der langen Flure im Altbau. Weitgehend ohne Tageslicht sind sie oft mehr als 12 Stunden in Betrieb - und davon sicher 4 Stunden völlig unnütz. Daher bot sich 2014 die Umrüstung eines Flurs als Musterprojekt im Rahmen des LED-Förderprogrammes des Bundes an. Zusätzlich zu den 50% Einsparung durch die Leuchten selbst (gegenüber dem Vorzustand) senken wir den Energieverbrauch nochmals durch abschnittsweise und bewegungsmeldergesteuerte Schaltung der Beleuchtung bei Bedarf.


Smart-Meter, Verbrauchserfassung

2014 war es endlich soweit: Der Verbrauch  elektrischer Energie an der Steinbeisschule kann nun nach Tages- und Jahreszeit visualisiert und verglichen werden. Mit Unterstützung der Fa. Janitza erhielten wir ein modernes "Smart-Meter" ("intelligenter Stromzähler"), der nun über das Schulnetz und auch über ein Energieportal im Internet ansprechbar ist. Somit besteht die Möglichkeit, das tatsächliche Ergebnis der Einsparbemühungen festzustellen.
Zwei weitere Messtellen werden zukünftig, wie oben erwähnt, den Energieverbrauch des umgerüsteten Flurs mit dem konventionell beleuchteten Gang ermitteln können.

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Klassenzimmer 216

Der Standard in der Elektroinstallation war wohl etwa hundert Jahre der Schalter, fachlich korrekt der Ausschalter. Leider aber wird er zu wenig seinem Namen entsprechend benutzt, was oft zu Dauerbetrieb von Leuchten bei bestem Wetter und über die Mittagspausen führt. Um zu zeigen, was der Stand der Technik ist, haben wir in Kooperation mit unserem Partner Ridi und tatkräftiger Unterstützung von Herrn Dorn ein Klassenzimmer mit moderner Lichttechnik ausgestettet, die nicht nur die tatsächliche Anwesenheit, sondern auch das Tageslicht berücksichtigt. Wie zu sehen ist, lassen sich damit gut 25-40% der Energie einsparen.
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Infoturm

Plakate, Flyer und alles Gedruckte sind nach wie vor von Bedeutung bei der Aufnahme von Informationen. Da wir einen etwas ausgefalleneren Blickfang für unser Projekt wollten, kam die Indee eines "Infoturms" auf, der die Projektwebsite an zetraler Stelle in den Aufmerksamkeitsbereich rücken soll. Ausgestattet mit einem kleinen und extrem wenig Energie konsumierenden PC und einem LINUX-System von CD können nun aktuelle Informationen dort abgerufen werden.

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Pedelec-Ladestation und Dienstrad

Was macht man, wenn auf dem Dach - auf grund  Wechselrichterdefekt - ein jahrelang unbenutzter 1kW-PV-Generator steht? Ganz einfach: Man baut eine Pedelc-Ladestation, mit Laderegler, Pufferbatterie und Wechselrichter für ein Inselnetz.
Was dann fehlt ist ein Dienstrad. All das haben wir inzwischen und das Dienstrad über 1000km auf der Uhr. 
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Recyclingpapier

Eigentlich naheliegend, doch jahrelang unbeachtet, haben wir lange Zeit jährlich hunderttausende Blätter hochweißes Papier verbraucht. Und das für Kopien, die oft eine sowieso kurze Lebensdauer haben. Wenn man weiß, dass allein pro 500-Blatt-Paket 80l Waser und 8kWh elektrische Energie eingespart werden (der Tagesverbrauch einer vierköpfigen Familie), kann man ermessen, wieviel Einsparpotential diese einfache Maßnahme hat. Dass nicht immer 100% aller Kollegen vom Papier begeistert waren, muss man dann ertragen ;-).
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